Vernetzung

Lernt das Netzwerk der Fairtrade-Unis kennen. Bild: Transfair e.V.

Anfang 2017 hat TransFair seine politischen Forderungen erstmals in einem Positionspapier formuliert. Für wirkungsvolle Lobbyarbeit sind jedoch vereinte Kräfte nötig.

Weltweit gibt es inzwischen zahlreiche Colleges, Universitäten, Fachhochschulen und Akademien, die sich für den fairen Handel stark machen, darunter in Ländern wie Großbritannien, Kanada, Brasilien, Kolumbien und Südkorea. In Deutschland bildet die Zivilgesellschaft ein starkes Fundament und viele Aktive engagieren sich in Weltläden, Aktionsgruppen oder den Kampagnen Fairtrade-Towns und Fairtrade-Schools. Die Vernetzung lohnt sich, denn die unterschiedlichen Gruppen haben bereits gute Kontakte und können gerade bei größeren Projekten und Aktionen als Kooperationspartner agieren – neue Ideen und breitere Aufmerksamkeit inklusive.

"Wir freuen uns in Saarbrücken sehr über den Titel erste Fairtrade-University in Deutschland. Dies ist ein schönes Zeugnis für die gute Zusammenarbeit aller Akteure auf dem Campus für den fairen Handel. Auch die Bewegung zur Fairtrade-Stadt Saarbrücken und unsere engagierten Fairtrade-Schools bildeten hierfür die Grundlage – alle Akteure ziehen für ein gemeinsames Ziel an einem Strang.“
Charlotte Britz, Oberbürgermeisterin von Saarbrücken.

"Die Vernetzung der Kampagnen bringt sehr viel! Hier in Eichstätt sind wir erst durch die Kooperation zusammengerückt. Ohne diese Brücke haben Stadt und Universität ein ziemlich separates Nebeneinander gepflegt. Nun gibt es viele Veranstaltungen und Aktionen, für die wir alle Akteure ins Boot holen.“
Dagmar Kusche, Sprecherin der Steuerungsgruppe Fairtrade-Town Eichstätt.

Fairtrade-Towns

Fairtrade-Towns fördern gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Ob Ihre Stadt bereits den fairen Handel unterstützt, sehen Sie im Städteverzeichnis.

Dort finden Sie zudem die jeweiligen Ansprechpartner*innen für den direkten Kontakt. Laden Sie die Mitglieder der Steuerungsgruppe zu eigenen Sitzungen und Veranstaltungen ein und sprechen Sie die/den Oberbürgermeister*in Ihrer Stadt für ein Grußwort bei der Auszeichnungsfeier an.

Fairtrade-Schools

Im Rahmen der Kampagne Fairtrade-Schools zeichnet TransFair Schulen aller Schulformen aus, die – ähnlich den Universitäten – fünf bestimmte Kriterien erfüllen und so zeigen, dass sie sich aktiv für den fairen Handel einsetzen.

Die Kampagne unterstützt die Schulen dabei, Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung im gesamten Schulleben umzusetzen, vermittelt Wissen und Kompetenzen für nachhaltigen Konsum und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.
 
Durch eine Kooperation der Fairtrade-Universities und -Schools eröffnen sich neue Netzwerkmöglichkeiten. Außerdem erhalten Lehramtsstudierende die Gelegenheit, das Thema „Globales Lernen“ praktisch an einer ausgezeichneten Schule zu erproben. Die Fairtrade-Schools in Ihrer Nähe finden Sie im Städteverzeichnis oder in der Städtekarte. Ist noch keine Schule in Ihrer Stadt dabei? Regen Sie einfach eine zur Teilnahme an und begleiten Sie diese auf dem Weg zur Auszeichnung!

Mehr zu Fairtrade-Schools finden Sie unter www.fairtrade-schools.de

Beispiele erfolgreicher Zusammenarbeit

  • Der Wettbewerb Hamburg! Handelt! Fair! wurde 2016 von der Fairtrade-Town Hamburg in Kooperation mit der Innovations Kontakt Stelle (IKS) Hamburg ins Leben gerufen. In einer mehrmonatigen Projektphase entwickeln Studierende Kommunikations- und/oder Marketing- Konzepte für nachhaltig und fair wirtschaftende Unternehmen aus der Region. 2018 konnten Studierende der Fairtrade-University EBC Hochschule Hamburg die Jury aus Wirtschaft und Wissenschaft von ihrem Konzept überzeugen und sich den ersten Platz sichern.
  • Die Fairtrade-University Emden/Leer und die Fairtrade-Stadt Emden haben im Herbst 2015 eine gemeinsame Vortragsreihe zum Thema Nachhaltigkeit ins Leben gerufen. Dazu laden sie Dozent*innen anderer Hochschulen nach Emden ein: Gäste waren beispielsweise Prof. Dr. Hans-Heinrich Bass von der Hochschule Bremen und Prof. Dr. Niko Paech von der Uni Siegen.
  • Im sogenannten „Kooperationscluster Nachhaltigkeit“ arbeiten diverse wissenschaftliche Institute in Heidelberg zusammen mit Lehrer*innen aus der Region an der Ausbildung von Lehramtsstudierenden zu Coaches für Schulklassen. In diesem Rahmen waren die „Nachhaltigkeitscoaches“ mehrfach im Unterricht des Johann-Sebastian-Bach-Gymnasiums in Mannheim und vermittelten den Schüler*innen Themen wie faire Kleidung oder bewusster Umgang mit Elektronik. Mehr Informationen
  • Schüler des Gymnasiums am Rotenbühl in Saarbrücken nahmen an der Auszeichnung der Fairtrade-Universität des Saarlandes teil, halfen bei der Werbung und den Verkaufsständen und führten Interviews mit Besucher*innen durch. Mehr Informationen
  • Studierende des Erziehungswissenschaftlichen Fachbereiches der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität und die Schüler*innen der Ernst-Reuter Schule in Frankfurt am Main informierten sich in einer gemeinsamen Veranstaltung über „Globales Lernen“.Mehr Informationen

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie auf "Akzeptieren" klicken, stimmen Sie dem Einsatz von Cookies gemäß unserer Datenschutzerklärung zu.