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Fair Trade International Symposion 2026, 23.–25. September 2026, Universität zu Köln
Überblick und Zielsetzung
Das Fair Trade International Symposion 2026 (FTIS) bietet eine internationale Plattform für den Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Entwicklungen im Bereich Fair Trade und Nachhaltigkeit. Die Konferenz fördert den Dialog zwischen Wissenschaft, Politik und Praxis und adressiert zentrale gesellschaftliche, ökologische und ökonomische Fragen in einer zunehmend komplexen und unvorhersehbaren Welt.
Das FTIS wurde bisher in Großbritannien u.a. von den Universitäten in Leeds und Portsmouth gehostet. Zum ersten Mal findet es nun Mal in Deutschland an der Universität zu Köln statt, an der es bereits seit 2018 eine enge Kooperation zwischen dem Competence Center Fair Trade CCFT des Globus South Studies Center GSSC und Fairtrade Deutschland e.V. gibt, um die Forschung zum Fairen Handel im deutschsprachigen Raum zu fördern. GSSC und CCFT sind nunmehr die Träger des FTIS 2026.
Die Konferenz richtet sich an Wissenschaftler:innen, Politik, Praxis, Produzentenvertretungen mit den Zielen der Präsentation und Diskussion aktueller Forschung und der Förderung interdisziplinärer Zusammenarbeit sowie der Vertiefung von Einblicken in aktuelle Entwicklungen, politische Maßnahmen und Wege zu fairer und nachhaltiger Produktion, Handel und Konsum.
Hauptthemen
Die Konferenz widmet sich den vielfältigen, oft unvorhersehbaren Dynamiken, die Fair Trade und nachhaltige Entwicklung beeinflussen. Im Fokus stehen:
a) Dynamiken im Globalen Süden
- Wachsende wirtschaftliche Macht und neue Süd-Süd-Beziehungen
- Urbanisierung, informelle Sektoren, Jugendarbeitslosigkeit, Gender-Ungleichheiten
- Lokalisierung von Fair Trade, Eigenständigkeit des Globalen Südens
b) Dynamiken im internationalen Handel und in Fair Trade-Lieferketten
- Machtverhältnisse in Wertschöpfungsketten
- Auswirkungen von Fair Trade-Standards und nachhaltigkeitsorientierten Handelsregulierungen (z.B. EU-Regelungen)
- Herausforderungen durch geopolitische Krisen und neue Handelsregeln
c) Dynamiken in Land- und Ressourcennutzung
- Neue Anbaumethoden (Agroökologie, regenerative Landwirtschaft, Präzisionslandwirtschaft)
- Diversifizierung, Ernährungssicherheit, lokale Ernährungssysteme
- Sozio-ökologische Praktiken wie Sharing und Commoning
d) Dynamiken in politischen Diskursen, Politik und Marktregulierung
- Auswirkungen von EU- und internationalen Regulierungen
- Dekoloniale Perspektiven, Machtkritik, Ernährungssouveränität
- Herausforderungen durch „grünen Protektionismus“ und neue Markttrends (z.B. Ersatzprodukte)
e) Dynamiken zwischen Fair Trade-Institutionen, Konsumenten und Märkten
- Rolle von Bildungseinrichtungen
- Bewusstsein und Bereitschaft der Konsumenten
- Herausforderungen wie Zertifizierungs-Müdigkeit und moralisches Konsumverhalten
4. Organisatorisches und Netzwerke
- GSSC: Interdisziplinäres Forschungszentrum mit Fokus auf Migration, Nachhaltigkeit und Infrastrukturen im Globalen Süden
- CCFT: Fördert Forschung und Lehre zu Fair Trade, Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Politik und Gesellschaft, Schwerpunkt auf soziale Dimensionen von Nachhaltigkeit
- Kooperationen: Zusammenarbeit mit Fairtrade Deutschland e.V, universitären Nachhaltigkeitsinitiativen und internationalen Partnern
Weitere Informationen: