Transparenz

Vom gläsernen Kunden zur gläsernen Lieferkette

Mehr Transparenz im globalen Handel – Utopie oder notwendiger Schritt für zukunftsfähige Lieferketten?

Je länger und komplexer die Lieferkette, desto höher ist in der Regel das Risiko für Missstände und Verstöße. Ein Paradebeispiel dafür sind Textilien: Laut Global Slavery Index gehören Kleidungsstücke zu den importierten Produkten mit dem zweithöchsten Risiko für Menschenrechtsverletzungen innerhalb globaler Lieferketten. Bis ein T-Shirt in den Läden hängt, legt es bis zu 20.000 Kilometer zurück; allein 100 Arbeitsschritte sind für die Produktion nötig.

Dass Transparenz und Kontrolle notwendige Schritte sind, um Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen zu minimieren, ist auch in der Politik angekommen. Aber wie weit sind Unternehmen auf diesem Weg? Welche Modelle gibt es bereits, in welche Richtung gehen gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Debatten und wie können Konsument*innen Einfluss nehmen, damit Produktionsketten sicherer werden? Antworten werden im Rahmen der Themenreihe „Sustainability in Trade: Eine Frage der Transparenz?“ vorgestellt und diskutiert.

Die Organisator*innen

Universität Bonn

Seit November 2020 ist die Universität Bonn als Fairtrade University ausgezeichnet. Studierende aus der Agrarökonomie, Geographie und Politikwissenschaft setzen sich seit 2018 als studentische Initiative Fairtrade University Bonn für fairen und nachhaltigen Handel an der Universität ein. Der Fokus liegt dabei auf Veranstaltungen, durch den Austausch mit relevanten Akteur*innen wie dem Studierendenwerk und der Verwaltung wird das Thema jedoch umfassend in den universitären Strukturen verankert.
 

Faire Lieferketten liegen den Studierenden der Universität Bonn sehr am Herzen. Als Initiative wollen wir uns auf allen Ebenen für ökologische und soziale Nachhaltigkeit einsetzen. Die Veranstaltungsreihe ist ein erster Schritt, mit Studierenden aus allen Fachbereichen über die Missstände in Lieferketten ins Gespräch zu kommen und damit fairen Handel mehr in den Fokus von Forschung und Lehre zu rücken.

Weitere Informationen zur Fairtrade University Bonn gibt es auf Instagram oder Facebook und auf der Website der Uni Bonn.
 

Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft

Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter bei Bonn ist eine staatlich anerkannte Kunsthochschule. In ihrer ganzheitlichen Bildungsidee legt sie neben der fundierten fachlichen Ausbildung großen Wert auf die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden und das Verständnis jeder und jedes Einzelnen für sein Wirken in der Gesellschaft. Die Hochschule trägt seit 2018 den Titel der “Fairtrade-University”. Ziel ist es, den fairen Gedanken an der Hochschule weiter zu implementieren und zu stärken.

Veranstaltungen der Alanus Hochschule, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und die Universität Bonn

  • Montag, 26.04.21, 17:30 Uhr
    "Einführung in das Thema Transparenz am Beispiel der Bekleidungsindustrie"
    mit Ariane Piper von FEMNET e.V.
  • Montag, 03. 05.21, 17:30 Uhr
    "Transparente Lieferketten am Beispiel von Fairtrade-zertifizierten Produkten"
    mit Fairtrade Deutschland
  • Montag, 10.05.21, 17:30 Uhr
    "Transparenz in der Praxis am Beispiel der Kaffee-Kooperative"
    mit Prof. Johannes Keil
  • Montag, 17.05.21, 17:30 Uhr
    "Politische Forderungen nach Transparenz am Beispiel der Debatte um das Lieferkettengesetz"
    mit Eva-Maria Reinwald von SÜDWIND e.V.
  • Donnerstag, 20.05.21, 17:30 Uhr
    Podiumsgespräch mit Katharina Farys, wiss. Mitarbeiterin am Institut für Archäologie und Kulturanthropologie der Uni Bonn, Naemi Schäfer, wiss. Mitarbeiterin an der Alanus Hochschule am Lehrstuhl Produktions- und Dienstleistungsmanagement des Fachbereichs Wirtschaft und Prof. Dr. Thomas Krickhahn, Experte in Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg sowie Dr. Johannes Simons, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft an der Universität Bonn.

„Viele Menschen wissen nicht, wo beispielsweise ihr T-Shirt produziert wurde, wie viele Arbeitsschritte es in verschiedenen Ländern durchlaufen musste, um bei uns verkauft zu werden. Durch die Veranstaltungsreihe möchten wir das Bewusstsein und die Relevanz für transparente Lieferketten schaffen.“

Sagen Nora Seling, Studentin BWL - Wirtschaft neu denken mit Praxispartner Fairtrade und Leitung der Fairtrade-Gruppe an der Hochschule, Caroline von Friesen, Studentin Nachhaltiges Wirtschaften und Teil der Fairtrade- Gruppe der Hochschule, Julian Merz, Student BWL - Wirtschaft neu denken mit Praxispartner Weleda, Teil der Fairtrade- Gruppe und der studentischen Initiative, die einen Nachhaltigkeitsbericht für die Alanus Hochschule verfasst.

Weitere Informationen gibt es auf der Website der Alanus Hochschule.
 

Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Fairer Handel ist seit der Auszeichnung zur Fairtrade-University 2019 das Leitmotiv der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg: Sich der gesellschaftlichen Verantwortung und nachhaltigen Entwicklung nicht nur wissenschaftlich, sondern auch intern stellen. Mitarbeitende, Lehrende, Forschende und Studierende haben die Möglichkeit, sich aktiv bei diesem Thema einzubringen und den Gedanken des fairen Handels voranzutreiben.
Mehr Infos gibt es online
 

„Wir finden es spannend zu sehen, wie vielfältig das Thema ist und freuen uns deshalb auf Vorträge und Diskussionen aus vielen verschiedenen Perspektiven.“ Maike Rieve-Nagel, Professorin für Wirtschaftsrecht und Anne Stanzel, Studentin Wirtschaftspsychologie.

Anmeldung für die Termine an der Alanus Hochschule, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Universität Bonn

Melden Sie sich für einen oder mehrere Termine per Mail an. Sie bekommen keine Bestätigung, aber wenige Tage vorher den Zoom-Link zugeschickt. Dieser gilt für alle Termine.
 


Friedrich-Alexander-Universität (FAU)

Die Friedrich-Alexander-Universität wurde 1743 gegründet. Heute sind an den beiden Standorten in Erlangen und Nürnberg rund 40.000 Studierende eingeschreiben. Seit April 2019 ist die FAU Fairtrade-University. Im November 2019 übergaben engagierte Studierende der Universität ein Klimaschutzkonzept mit Forderungen, die die Uni “grüner” und nachhaltiger machen sollen. Daraufhin wurde unter anderem das Green Office ins Leben gerufen. Es ist die zentrale Koordinationsstelle für Nachhaltigkeits- und Klimaschutzthemen an der FAU und wird von Studierenden und Mitarbeiter*innen gemeinsam geführt.

Das Green Office und die verschiedenen Hochschulgruppen, darunter das Referat für Ökologie und Nachhaltigkeit, Students for Future Nürnberg, sneep Nürnberg und sneep Erlangen, organisieren sich im Ökoplenum.

Wir finden: Transparenz in Lieferketten darf kein frommer Wunsch bleiben! Daher unterstützt sneep beispielsweise die Initiative Lieferkettengesetz und deshalb helfen wir mit, das tolle Projekt von Fairtrade/TransFair e.V. und FEMNET e.V. an die FAU Erlangen-Nürnberg zu bringen.

Direkter Link zu den Veranstaltungen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU): Zoom-Teilnahme

Veranstaltungen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU)

  • Montag, 26.04.21, 19:00 Uhr
    "Einführung in das Thema Transparenz am Beispiel der Bekleidungsindustrie"
    mit Ariane Piper, FEMNET e.V.
  • Montag, 17.05.21, 19:00 Uhr
    Transparente Lieferketten am Beispiel von Fairtrade-zertifizierten Produkten
    mit Lara Bethlehem von Fairtrade-Deutschland
  • Montag, 07.06.21, 19:00 Uhr
    "Transparenz in der Praxis am Beispiel der Kaffee-Kooperative“
    mit Prof. Johannes Keil
  • Montag, 28.06.21, 19:00 Uhr
    "Politische Forderungen nach Transparenz am Beispiel der Debatte um das Lieferkettengesetz"
    mit Eva-Maria Reinwald von SÜDWIND e.V.

Das Projekt ist eine Kooperation von Fairtrade Deutschland/TransFair e.V. und FEMNET e.V.

Die Hochschularbeit von FEMNET e.V. wird gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

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